Home

Führungen

 

Bezirke Wiens

Bildergalerie

Brunnen

Denkmäler

Diverses

Ehrengräber

Facebook

Friedhöfe

Gedenktafeln

Kaffeehäuser

Palais

Personenkunde

Ringstraße

Rund um Wien

Sagen, Mythologie

Quiz

Zentralfriedhof

Links

 

Über mich

Gästebuch

Suche

Kontakt,
Impressum

Home | Friedhöfe | Zentralfriedhof | Ehrengräber | Gruppe 32 A | Nr. 17, Gallmayer

Ehrengräber Tor 2
Zentralfriedhof

  Josefine Gallmeyer  
Schauspielerin, 1828 - 1884

Josefine Gallmeyer
Schauspielerin, 1828 - 1884



Zentralfriedhof, Gruppe 32 A, Nr. 17

Bildhauer: Theodor Khuen

ursprünglich begraben am Evangelischen Matzleinsdorfer Friedhof

Lageplan Gruppe 32 A

Josefine Gallmeyer (geb. Tomaselli) wurde 1838 in Leipzig geboren. Sie wuchs mit Bühnenluft auf: ihr Vater war Theaterdirektor in Brünn, ihre Mutter Sängerin.

Bereits mit 15 Jahren spielte sie ihre erste Rolle, ihre Lehrjahre als Schauspielerin, Volkssängerin, Soubrette, und Tänzerin verbrachte sie mit Wandergruppen in Ungarn.

Für ihre Karriere in Wien brauchte sie zwei Anläufe: Als sie 1857 ans Carltheater (benannt nach dem Theaterdirektor Carl Carl) kam, wurde sie alsbald vom Direktor Johann Nestroy entlassen. Er hielt sie für "zu hässlich"!

Ironie der Geschichte: später sollte Gallmeyer im Rahmen ihrer schriftstellerischen Tätigkeit (sie schrieb Dramen und Novellen) als "weiblicher Nestroy " bezeichnet werden.
Nach ihrem Rauswurf ging sie 10 Jahre nach Temesvár. 

Josefine Gallmeyer als Regine in "Die Prinzessin von Trapezunt" von Jacques Offenbach

Wieder zurück in Wien stand ihrer steilen Karriere aber nichts mehr im Wege. Die Direktion des Carltheaters hatte gewechselt, und sie wurde zur populärsten Sängerin und Schauspielerin der Wiener Volksbühne in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts.
Eduard von Bauernfeld nannte sie "das größte theatralische Talent Wiens". 

In ihren finanziellen Angelegenheiten war sie nicht so erfolgreich. Als sie gemeinsam mit einem Partner 1874 das Theater unter den Tuchlauben übernahm, büßte sie fast ihr gesamtes Vermögen ein.

Vielleicht war auch dies ein Grund für die vielen folgenden Tourneen, die sie bis nach Amerika führten. 

Carltheater (ehem. Leopoldstädter Theater),
 2., Praterstrasse 31, 1951 abgebrochen

In ihrem Todesjahr 1884 stand sie zum letzen Mal auf der Bühne!

Sie starb in der Praterstraße 56, wo eine Gedenktafel angebracht ist. 

Begraben wurde sie am Evangelischen Matzleinsdorfer Friedhof, 1906 exhumiert und am Zentralfriedhof übertragen, wo sie nun neben Marie Geistinger liegt, welche sie bis zum Tod nicht ausstehen konnte.


Die beiden Damen sollen sich zu Lebzeiten regelrechte Prügelszenen geliefert haben. Man kann nur hoffen, dass die beiden nun in Frieden ruhen.

Grabmal Zentralfriedhof