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Franz Xaver Gabelsberger, 1789 - 1849
Standort: Dr.-Karl-Renner-Ring (Schmerlingplatz)
Bildhauer: Rudolf Schmidt
Enthüllung: 25. September 1966 |
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Franz Xaver Gabelsberger, 1789 - 1849
Dem Schöpfer und Meister stenographischer Kunst |
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Inschriften |
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In Dankbarkeit und Verehrung
gewidmet vom Gabelsberger
Stenographan-Zentralverein
in Wien gegründet 1847 |
Vor seinem Denkmal vereint
geloben die Jünger aufs neue
Hüter der Lehre zu sein
wie sie der Meister geübt. |
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Das Denkmal wurde
im Zuge der Bauarbeiten zur Tiefgarage versetzt
(links Hintergrund
Justizpalast, rechts Parlament) |
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Ich kenne kein Denkmal in Wien, das so zugeschissen
ist, wie das vom Gabelsberger.
Der Grete-Rehor-Park, in
dem das Denkmal steht, dürfte die Heimstätte von Taubenfütterern
sein, denn auch die Bänke rundherum sind aufgrund der
Verunreinigungen nicht zu benutzen. Und da stehen viele
Bankerln!
Vielleicht sind das diejenigen vom Maria Theresia-Platz,
die man dort im Jahr 2008 entfernte mit dem Argument
dass sie als Schlafstätte von den Sandlern missbraucht
werden. |
zugegacktes Denkmal |
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Dass sich vielleicht manch müder Gast
nach einem Besuch des KHM oder NHM dort gerne ausrasten
würde,
interessiert die Stadtherren nicht. Es ist eine Agitation
nach dem Motto: Aus den Augen, aus dem Sinn. Das "offenstichtliche"
Problem der Obdachlosigkeit hat man auf einen im Abseits
liegenden Park verschoben, aber nicht gelöst.
Unter uns gesagt: den
Gabelsberger können
die Tauben ruhig zuscheissen meiner Meinung nach, denn
er erinnert mich an meine Schulzeit, wo ich mit der Kurzschrift
aufs grauenvollste gequält wurde.
Ich schaffte es sogar,
ein Jahr das Fach mit einer negativen Note abzuschließen.
Andererseits - im gleichen Fach habe ich blind maschinschreiben
gelernt, ohne dieses Können würde es diese Website
nicht geben ... Und das Beste: nach vielen vielen Jahren, auf
einem Fremdenführertreffen sah ich dort meine ehemalige
Steno-Professorin - als Kollegin! Sie hatte ihren Lehrer-Beruf
an den Nagel gehängt, Kunstgeschichte studiert und die
Fremdenführerausbildung gemacht. Sie glauben gar nicht,
wie ich es genieße, mich mit ihr über Eitelberger und den
Eisernen Vorhang in der Oper zu unterhalten, anstatt über
die unnötig, blöde, höchst übungsintensive Kunst der Stenographie. |
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Liebe Leser, ich bekam eine "Beschwerde" über meine Ausdrucksweise den Herrn Gabelsberger betreffend.
Ich kann ja einsichtig sein. Offensichtlich habe ich mich von meinen negativen Schulgefühlen habe beeinflussen lassen.
Ich werde ich nochmals das Denkmal aufsuchen und sollte sich die Verschmutzungs-Situation gebessert haben,
werde auch ich mich bessern, und netter über den Herrn schreiben.
"Beschwerde"
Sehr geehrte Damen und Herren des Bundesdenkmalamtes,
es ist empörend, dass im Internet unter „Denkmäler in Wien“ so unqualifizierte Äußerungen stehen. Unter „Kunst und Kultur in Wien“!!! Meine Bitte an Sie ist, dass Sie die Schreiberin / den Schreiber hinweisen, dass eine derartige Art und Weise über ein Kulturgut herzuziehen, nicht gerade von Kultur dieser Person zeugt und der Text aus dem Internet zu löschen ist. Eine Kopie des Textes meines Mails an Frau Abraham füge ich unten an. Danke für Ihre Bemühungen.
Schönen Tag!
Marlis Kulb
Vorsitzende ÖSTV Österr. Verband für Stenografie und Textverarbeitung
Ehrenpräsidentin INTERSTENO (Weltverband)
Frau Hedwig Abraham,
hoffentlich ist der Artikel über Gabelsberger in „Kunst und Kultur von Wien“ nicht von Ihnen! Die Meldung darin „Gabelsberger können die Tauben ruhig zuscheissen ….“ Ist nicht gerade professionell! Immerhin ist Steno ein Kulturgut (die allerersten Anfänge gehen auf die Sumerer zurück!) und das muss man nicht runtermachen, nur weil man „die unnötige, blöde Stenografie“ selbst nicht mag! Dass das Erarbeiten übungsintensiv ist, stimmt. Aber mussten Sie (sofern diese Aussagen von Ihnen stammen) als Fremdenführerin nicht auch intensiv lernen???
Nächste Woche finden in Berlin die Weltmeisterschaften (seit 1898!!! Im Zweijahresrhythmus) in Steno statt, kommendes Jahr organisieren wir in Wien das 50-Jahre-Jubiläum der „Wiener Urkunde“, dem Bundesgesetzblatt, nach dem Steno unterrichtet wird.
Sie können gerne zu uns in den Verband kommen, ich unterrichte immer noch Steno und ob Sie es glauben oder nicht, es gibt auch heute noch Leute, die sich dafür interessieren und das lernen. Und in Parlament, Landtag, Gemeinderat, bei Ausschüssen etc. wird Steno auch heute noch als unverzichtbar eingesetzt. Übrigens wird Steno und auch Maschinschreiben als Therapie gegen Alzheimer eingesetzt.
Wie gesagt – ich hoffe, der zitierte Text ist nicht von Ihnen.
Marlis Kulb
Vorsitzende ÖSTV Österr. Verband für Stenografie und Textverarbeitung
Ehrenpräsidentin INTERSTENO (Weltverband)
05, 11, 19